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Internet Archive Switzerland gegründet
Digitale Erinnerung für kommende Generationen sichern
Internet Archive Switzerland gegründet. (KI generiert) / ps
Mit der Gründung der Stiftung «Internet Archive Switzerland» in St. Gallen entsteht eine neue Institution mit internationaler Ausrichtung und lokalem Fundament. Die Stiftung will digitales Kulturgut langfristig bewahren, freien Zugang zu Wissen fördern und neue Projekte rund um Archivierung, Digitalisierung und digitale Nachhaltigkeit vorantreiben. Inspiriert vom weltweiten Vorbild des Internet Archive verbindet die Initiative technologische Innovation mit einem gesellschaftlichen Auftrag.
Eine Schweizer Plattform für digitales Wissen
Digitale Inhalte verschwinden heute schneller als je zuvor. Webseiten werden abgeschaltet, Plattformen gelöscht, Medienarchive reduziert oder hinter Bezahlschranken verschlossen. Gleichzeitig entstehen täglich unzählige neue Informationen, die oft keine langfristige Sicherung erfahren. Genau hier setzt die neue Stiftung Internet Archive Switzerland an.
Die Stiftung wurde nach jahrelanger Vorbereitung offiziell in St. Gallen gegründet und verfolgt das Ziel, Wissen, Kultur und digitale Geschichte dauerhaft zugänglich zu machen. Dabei orientiert sich die Initiative an den Grundwerten des internationalen Internet Archive: freier Zugang zu Information, langfristige Archivierung und technologische Offenheit.
Im Zentrum steht die Überzeugung, dass digitale Inhalte heute einen wesentlichen Teil des kulturellen Gedächtnisses darstellen - und deshalb ebenso geschützt werden müssen wie Bücher, Fotografien oder historische Dokumente.
Ursprung im weltweiten Internet Archive
Das Vorbild der Schweizer Stiftung ist das 1996 gegründete Internet Archive des US-amerikanischen Unternehmers und Archivars Brewster Kahle. Die Organisation wurde international bekannt durch die «Wayback Machine», welche Milliarden archivierter Webseiten öffentlich zugänglich macht.
Darüber hinaus archiviert das Internet Archive weltweit Bücher, Audioaufnahmen, Filme, Software, Radiosendungen und wissenschaftliche Inhalte. Das erklärte Ziel der Organisation lautet seit ihrer Gründung: «Universal Access to All Knowledge».
Die Schweizer Stiftung versteht sich als ergänzende europäische Initiative mit regionalem Schwerpunkt und eigener Infrastruktur. Gleichzeitig soll die Zusammenarbeit mit internationalen Partnern intensiviert werden.
Digitalisierung und Langzeitarchivierung
Zu den geplanten Projekten gehören unter anderem die Digitalisierung historischer Bücher, Zeitschriften und Dokumente aus der Region sowie die Archivierung digitaler Inhalte mit gesellschaftlicher oder kultureller Relevanz.
Ein Schwerpunkt liegt dabei auf gefährdeten digitalen Quellen, deren Inhalte durch technische Veränderungen oder wirtschaftliche Entwicklungen verloren gehen könnten. Auch regionale Webseiten, unabhängige Publikationen und digitale Zeitdokumente sollen künftig stärker berücksichtigt werden.
Langfristig plant die Stiftung den Aufbau eigener Scan- und Archivierungsstrukturen sowie Kooperationen mit Bibliotheken, Hochschulen, privaten Sammlungen und kulturellen Institutionen. Dabei sollen moderne Technologien genutzt werden, um Inhalte effizient und dauerhaft zu sichern.
Freier Zugang statt digitales Vergessen
Die Verantwortlichen der Stiftung sehen freien Zugang zu Wissen als zentrale gesellschaftliche Aufgabe. Während immer mehr Inhalte nur noch über Plattformen oder geschlossene Dienste verfügbar sind, will Internet Archive Switzerland einen offenen Gegenpol schaffen.
Gerade in Zeiten künstlicher Intelligenz und automatisierter Informationssysteme gewinne die unabhängige Sicherung von Originalquellen an Bedeutung. Historische Nachvollziehbarkeit, Transparenz und digitale Authentizität würden zu wichtigen Pfeilern moderner Demokratien.
Die Stiftung möchte deshalb nicht nur archivieren, sondern auch Bewusstsein schaffen - für den Wert digitaler Erinnerung und die Risiken eines unkontrollierten Datenverlustes.
Archivierung für das Zeitalter der Künstlichen Intelligenz
Ein weiterer Schwerpunkt der Stiftung liegt im Bereich der sogenannten LLM-Archivierung. Dabei geht es um die langfristige Sicherung von Datenbeständen, Modellen und digitalen Wissensquellen, die für moderne KI-Systeme und Large Language Models (LLMs) relevant sind. Gemeinsam mit Forschenden der Universität St. Gallen sollen neue Konzepte entwickelt werden, um Trainingsdaten, digitale Inhalte und KI-generierte Informationen nachvollziehbar und langfristig zugänglich zu halten.
Eine zentrale Rolle spielt dabei Professor Dr. Damian Borth, der sich seit Jahren mit künstlicher Intelligenz, Machine Learning und visuellen Datensystemen beschäftigt. Ziel der Zusammenarbeit ist es unter anderem, Wege zu finden, wie digitale Informationen im Zeitalter generativer KI überprüfbar, zitierbar und archivierungsfähig bleiben können.
Die Stiftung sieht darin eine der grossen Herausforderungen der kommenden Jahre. Während KI-Systeme zunehmend Inhalte erzeugen, verändern und interpretieren, wächst gleichzeitig die Gefahr, dass ursprüngliche Quellen und historische Versionen verloren gehen. Durch neue Archivierungsansätze sollen deshalb Transparenz, wissenschaftliche Nachvollziehbarkeit und digitale Integrität langfristig gesichert werden.
St. Gallen als Standort mit Symbolkraft
Dass die Stiftung ihren Sitz in St. Gallen hat, gilt nicht als Zufall. Die Stadt besitzt mit dem UNESCO-Stiftsbezirk und der berühmten Stiftsbibliothek sowie dem Stiftsarchiv eine jahrhundertealte Tradition als Ort des Wissens und der Bewahrung kultureller Inhalte.
Mit Internet Archive Switzerland entsteht nun eine moderne Erweiterung dieses Gedankens im digitalen Zeitalter. Statt Pergamenten und Handschriften stehen heute Server, Datenbanken und digitale Archive im Mittelpunkt - der kulturelle Auftrag bleibt jedoch derselbe.
Die Initiatoren sehen darin auch eine Chance für die Schweiz, sich stärker als Standort für digitale Langzeitarchivierung, Wissensfreiheit und technologische Kulturprojekte zu positionieren.
Internationale Zusammenarbeit geplant
In den kommenden Monaten sollen erste konkrete Projekte vorgestellt und internationale Kooperationen vertieft werden. Gespräche mit Archiven, Forschungseinrichtungen und Technologiepartnern laufen bereits.
Langfristig könnte Internet Archive Switzerland zu einem wichtigen europäischen Knotenpunkt für digitale Archivierung werden - mit dem Ziel, Wissen nicht nur zu speichern, sondern dauerhaft für kommende Generationen zugänglich zu halten.
Digitale Inhalte verschwinden heute schneller als je zuvor. Webseiten werden abgeschaltet, Plattformen gelöscht, Medienarchive reduziert oder hinter Bezahlschranken verschlossen. Gleichzeitig entstehen täglich unzählige neue Informationen, die oft keine langfristige Sicherung erfahren. Genau hier setzt die neue Stiftung Internet Archive Switzerland an.
Die Stiftung wurde nach jahrelanger Vorbereitung offiziell in St. Gallen gegründet und verfolgt das Ziel, Wissen, Kultur und digitale Geschichte dauerhaft zugänglich zu machen. Dabei orientiert sich die Initiative an den Grundwerten des internationalen Internet Archive: freier Zugang zu Information, langfristige Archivierung und technologische Offenheit.
Im Zentrum steht die Überzeugung, dass digitale Inhalte heute einen wesentlichen Teil des kulturellen Gedächtnisses darstellen - und deshalb ebenso geschützt werden müssen wie Bücher, Fotografien oder historische Dokumente.
Ursprung im weltweiten Internet Archive
Das Vorbild der Schweizer Stiftung ist das 1996 gegründete Internet Archive des US-amerikanischen Unternehmers und Archivars Brewster Kahle. Die Organisation wurde international bekannt durch die «Wayback Machine», welche Milliarden archivierter Webseiten öffentlich zugänglich macht.
Darüber hinaus archiviert das Internet Archive weltweit Bücher, Audioaufnahmen, Filme, Software, Radiosendungen und wissenschaftliche Inhalte. Das erklärte Ziel der Organisation lautet seit ihrer Gründung: «Universal Access to All Knowledge».
Die Schweizer Stiftung versteht sich als ergänzende europäische Initiative mit regionalem Schwerpunkt und eigener Infrastruktur. Gleichzeitig soll die Zusammenarbeit mit internationalen Partnern intensiviert werden.
Digitalisierung und Langzeitarchivierung
Zu den geplanten Projekten gehören unter anderem die Digitalisierung historischer Bücher, Zeitschriften und Dokumente aus der Region sowie die Archivierung digitaler Inhalte mit gesellschaftlicher oder kultureller Relevanz.
Ein Schwerpunkt liegt dabei auf gefährdeten digitalen Quellen, deren Inhalte durch technische Veränderungen oder wirtschaftliche Entwicklungen verloren gehen könnten. Auch regionale Webseiten, unabhängige Publikationen und digitale Zeitdokumente sollen künftig stärker berücksichtigt werden.
Langfristig plant die Stiftung den Aufbau eigener Scan- und Archivierungsstrukturen sowie Kooperationen mit Bibliotheken, Hochschulen, privaten Sammlungen und kulturellen Institutionen. Dabei sollen moderne Technologien genutzt werden, um Inhalte effizient und dauerhaft zu sichern.
Freier Zugang statt digitales Vergessen
Die Verantwortlichen der Stiftung sehen freien Zugang zu Wissen als zentrale gesellschaftliche Aufgabe. Während immer mehr Inhalte nur noch über Plattformen oder geschlossene Dienste verfügbar sind, will Internet Archive Switzerland einen offenen Gegenpol schaffen.
Gerade in Zeiten künstlicher Intelligenz und automatisierter Informationssysteme gewinne die unabhängige Sicherung von Originalquellen an Bedeutung. Historische Nachvollziehbarkeit, Transparenz und digitale Authentizität würden zu wichtigen Pfeilern moderner Demokratien.
Die Stiftung möchte deshalb nicht nur archivieren, sondern auch Bewusstsein schaffen - für den Wert digitaler Erinnerung und die Risiken eines unkontrollierten Datenverlustes.
Archivierung für das Zeitalter der Künstlichen Intelligenz
Ein weiterer Schwerpunkt der Stiftung liegt im Bereich der sogenannten LLM-Archivierung. Dabei geht es um die langfristige Sicherung von Datenbeständen, Modellen und digitalen Wissensquellen, die für moderne KI-Systeme und Large Language Models (LLMs) relevant sind. Gemeinsam mit Forschenden der Universität St. Gallen sollen neue Konzepte entwickelt werden, um Trainingsdaten, digitale Inhalte und KI-generierte Informationen nachvollziehbar und langfristig zugänglich zu halten.
Eine zentrale Rolle spielt dabei Professor Dr. Damian Borth, der sich seit Jahren mit künstlicher Intelligenz, Machine Learning und visuellen Datensystemen beschäftigt. Ziel der Zusammenarbeit ist es unter anderem, Wege zu finden, wie digitale Informationen im Zeitalter generativer KI überprüfbar, zitierbar und archivierungsfähig bleiben können.
Die Stiftung sieht darin eine der grossen Herausforderungen der kommenden Jahre. Während KI-Systeme zunehmend Inhalte erzeugen, verändern und interpretieren, wächst gleichzeitig die Gefahr, dass ursprüngliche Quellen und historische Versionen verloren gehen. Durch neue Archivierungsansätze sollen deshalb Transparenz, wissenschaftliche Nachvollziehbarkeit und digitale Integrität langfristig gesichert werden.
St. Gallen als Standort mit Symbolkraft
Dass die Stiftung ihren Sitz in St. Gallen hat, gilt nicht als Zufall. Die Stadt besitzt mit dem UNESCO-Stiftsbezirk und der berühmten Stiftsbibliothek sowie dem Stiftsarchiv eine jahrhundertealte Tradition als Ort des Wissens und der Bewahrung kultureller Inhalte.
Mit Internet Archive Switzerland entsteht nun eine moderne Erweiterung dieses Gedankens im digitalen Zeitalter. Statt Pergamenten und Handschriften stehen heute Server, Datenbanken und digitale Archive im Mittelpunkt - der kulturelle Auftrag bleibt jedoch derselbe.
Die Initiatoren sehen darin auch eine Chance für die Schweiz, sich stärker als Standort für digitale Langzeitarchivierung, Wissensfreiheit und technologische Kulturprojekte zu positionieren.
Internationale Zusammenarbeit geplant
In den kommenden Monaten sollen erste konkrete Projekte vorgestellt und internationale Kooperationen vertieft werden. Gespräche mit Archiven, Forschungseinrichtungen und Technologiepartnern laufen bereits.
Langfristig könnte Internet Archive Switzerland zu einem wichtigen europäischen Knotenpunkt für digitale Archivierung werden - mit dem Ziel, Wissen nicht nur zu speichern, sondern dauerhaft für kommende Generationen zugänglich zu halten.
(ps/domains.ch)
publiziert: Freitag, 15. Mai 2026 / 15:53 Uhr , aktualisiert: Freitag, 15. Mai 2026 / 16:41 Uhr
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Internet Archive SwitzerlandEine Schweizer Stiftung und Plattform für digitales Wissen
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